Itchy Poopzkid, 18.04.2015

Am 19.04.2015 ging es in die Werkstatt nach Köln zu Itchy Poopzkid. Itchy … who? Poopzkid … Motherfucker.  Es ist der Tourauftakt zur kleinen Club „Disaster“ Tour mit nur  Konzerten quer durch Deutschland, als Vorbereitung zur großen „SIX“ Tour die im Herbst 2015 folgen wird. Kurz gesagt: Warm-up. Die mit 400 Personen ausverkaufte Werkstatt war recht überschaubar. „Punk isn’t dead“ lautete das Motto, welches an diesem Abend Gesetz war. Mit von der Partie waren „Sea Shepherd“, eine Umweltorganisation, die ihren Stand gegenüber dem Merch-Stand von Itchy aufgebaut hatten.

Als Auftakt gab es jedoch erstmal was von „States and Empires“ auf die Ohren. Die drei aus Wales stammenden  Musiker existieren noch nicht wirklich lange als Band. Ihr harter Sound wusste beim Publikum zu gefallen und war als Einheizer  mit zwei Circle Runs durchaus geeignet.

Kurz nach acht stürmten die drei Itchy-Boys auf die Bühne und lieferten Punkrock vom feinsten. Die aus Leichlingen stammende ehemalige Schülerband hatte ihr gerade veröffentlichtes sechstes Album im Gepäck. Sibbi (Sebastian Hafner), Panzer (Daniel Friedl) und Max (Max Zimmer) legten gleich richtig los. „Grip it Tighter“ als neuer Song  und „Drogenfrau“  fetzte es aus den Boxen. Auf die Frage von Sibbi , wie viele Personen wirklich aus Köln seien, zeigten ca. 12 Personen auf - 12 von 400 ist nicht wirklich viel. Immer wieder zwischen den Songs wurde sowohl der verbale als auch körperliche Kontakt zum Publikum gesucht. Ein Konzert von Itchy Poopzkid ist wie ein Sportprogramm mit guter Musik. Wer hier nicht ins Schwitzen kam, der war nicht wirklich in der Halle. Auf die Frage: „Können wir jetzt mal richtig durchdrehen?“ ging es ab mit Pogo. Zwischendurch spielte Sibbi dann mal auf der Theke weiter, während Panzer und Max weiterhin von der Bühne aus Dampf machten. Auch an die Umwelt wurde gedacht. Mit „As long as I got chords“ wurde es kurz mal etwas ruhiger um durch zu atmen. Beim Run DMC Cover „It’s Tricky“ gaben Sibbi und Panzer Gitarre und Bass an den Tourmanager und eine weiter Person aus dem  Backstage-Bereich ab und rappten, was das Zeug hielt. Nachdem Panzer eine Wasserflasche in die feiernde Menge warf, sagte Sibbi zu ihm: „Du solltest Baseballspielerin werden.“ Die Flasche war offen und der/die Fänger(in) nass. Zum Ende hin wurde dann aus den Zuschauern ein Aushilfsbackliner gesucht. Er habe nur eine Aufgabe: Man statte ihn mit Gaffer Tape und einem Hammer aus, und wenn etwas auf der Bühne kaputt gehe, solle er einfach was Intelligentes tun. Er nahm den Hammer … Nach drei Zugaben endete das Konzert mit „Down Down Down“, bei dem das Publikum noch einmal aufgefordert wurde einen Kanon zu singen. Das klappte so gut, dass nachdem die drei Poopzkids die Bühne längst verlassen hatten, der Refrain noch Minuten lang vom Publikum aus nach halte. Ein mehr als gelungener Tourauftakt, der Lust auf die SIX-Tour macht.

Setlist:

  1. Grip it Tighter

  2. Drogenfrau

  3. Where is the Happiness

  4. Darkness

  5. Say no

  6. Silence is Killing me

  7. Never say die

  8. Out There

  9. You don’t bring me down

  10. Pretty me

  11. As long as I got Chords

  12. It’s Tricky

  13. She’s gonna get it

  14. The Living

  15. Try Try Try

  16. We say so

  17. Dancing in the Sun

  18. Why still Bother (Z)

  19. The Weight of the Water (Z)

  20. Down Down Down (Z)